Gastroskopie

Magenprobleme sind bei Pferden leider keine Seltenheit und können sich durch sehr unterschiedliche Symptome äußern. Dazu gehören beispielsweise wiederkehrende Koliken, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Verhaltensänderungen oder eine reduzierte Leistungsbereitschaft. Mit einer Gastroskopie lässt sich der Magen direkt untersuchen und mögliche Veränderungen können zuverlässig erkannt werden.
Die Untersuchung findet am stehenden, sedierten Pferd statt. Das Endoskop wird dabei über den unteren Nasengang und die Speiseröhre bis in den Magen und vorderen Dünndarm eingeführt. So können unter anderem Veränderungen der Magenschleimhaut, Magenentleerungsstörungen oder andere Auffälligkeiten sichtbar gemacht werden. Die Ergebnisse der Untersuchung bilden eine wichtige Grundlage für eine gezielte und individuell abgestimmte Behandlung.
Dank unseres mobilen Gastroskops führen wir die Untersuchung direkt bei Ihnen vor Ort durch. Ein zusätzlicher Transport in eine Klinik ist dafür nicht notwendig. Ihr Pferd kann in seiner vertrauten Umgebung bleiben, wodurch die Untersuchung für Sie und Ihr Pferd möglichst unkompliziert und stressarm gestaltet werden kann.
Weitere Nützliche Infos zum Thema Magengeschwüre finden Sie außerdem in unserem Downloadbereich:
Merkblatt zum Umgang mit Magengeschwüren
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Gastroskopie?
Eine Gastroskopie bezeichnet die Untersuchung des oberen Verdauungstrakts, insbesondere des Magens, mittels eines Endoskops. Ein Endoskop ist ein flexibler Schlauch, der mit einer Kamera sowie einem Arbeitskanal für beispielsweise Probenentnahmen ausgestattet ist.
Wann ist eine Gastroskopie sinnvoll?
Eine Gastroskopie empfiehlt sich, um abzuklären, ob das Pferd an Magengeschwüren oder anderen Erkrankungen des Magens leidet. Zu den möglichen Symptomen zählen zum Beispiel wiederkehrende Koliken, Appetitlosigkeit, Gewichtsverlust, Verhaltensänderungen (Unrittigkeit, häufiges Gähnen, Flehmen oder Zähneknirschen, Empfindlichkeit beim Gurten...), oder eine reduzierte Leistungsbereitschaft.
Sollten bei einer Gastroskopie Befunde erhoben werden, die auf einen krankhaften Zustand schließen lassen, empfehlen wir außerdem eine Kontrollgastroskopie im Anschluss an die Therapie, um den Behandlungserfolg zu kontrollieren.
Wo wird die Gastroskopie durchgeführt?
Dank unseres mobilen Gastroskops können wir die Untersuchung bequem bei Ihnen am Stall durchführen. Voraussetzung ist lediglich ein Stromanschluss vor Ort.
Wie läuft eine Gastroskopie ab?
Am Tag der Untersuchung werden wir dann zunächst ein gründliches Anamnesegespräch mit Ihnen führen, um die Vorgeschichte und die aktuellen Beschwerden Ihres Pferdes genau zu erfassen. Danach erfolgt eine allgemeine klinische Untersuchung Ihres Pferdes, um den aktuellen Gesundheitsstatus zu überprüfen und sicherzustellen, dass einer Sedierung nichts entgegensteht.
Für die Gastroskopie wird Ihr Tier im Stehen sediert. Sobald die Sedierung ausreichend wirkt, wird das Gastroskop vorsichtig über die Nüster bis in die Speiseröhre und weiter in den Magen vorgeschoben. So können die Speiseröhre, der Magen und auch der Anfang des Dünndarms beurteilt werden.
Nach Abschluss der Gastroskopie sollte Ihr Pferd aufgrund der Sedation noch weitere 1-2h nüchtern bleiben.
Was muss ich VOR einer Gastroskopie beachten?
Da der Pferdemagen für diese Untersuchung möglichst leer sein sollte, darf das Pferd mindestens 12h vor der geplanten Gastroskopie nichts mehr fressen und etwa 2h vorher nichts mehr trinken. Bei Selbsttränken in Boxenhaltung kann man diese beispielsweise sehr gut mit Panzertape zukleben.
Bei Fragen zur Umsetzung beraten wir Sie gerne telefonisch.
Warum empfehlen wir eine Gastroskopie?
Eine Gastroskopie ist die einzige Möglichkeit, Magengeschwüre oder andere Erkrankungen des Magens beim Pferd sicher nachzuweisen oder auszuschließen. Treten Symptome wie wiederkehrende Koliken, Leistungseinbußen, Gewichtsverlust, Rittigkeitsprobleme, Appetitlosigkeit oder Verhaltensänderungen auf, kann eine Gastroskopie helfen, die Ursache gezielt abzuklären.
Die Untersuchung ermöglicht es, die Magenschleimhaut direkt zu beurteilen, vorhandene Veränderungen zu erkennen und den Schweregrad möglicher Magengeschwüre einzuschätzen. Auf dieser Grundlage kann eine gezielte und individuell angepasste Behandlung eingeleitet werden.
Wie viel Zeit muss ich für den Termin einplanen?
Für den gesamten Termin sollten sie etwa 1 bis 1,5 Stunden einplanen.
Bitte beachten Sie, dass das Pferd aufgrund der Sedation nach Abschluss der Gastroskopie noch weitere 1-2 Stunden nüchtern bleiben sollte und nicht sofort zurück in die Herde gestellt werden kann.